Marina Frank - Vielseitig!

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


10.09.2017 - Begegnungen

Tag für Tag begegnen wir den unterschiedlichsten Menschen. Unter ihnen sind bekannte und unbekannte, nette oder unfreundliche Leute, uns zugewandte, eher distanzierte oder gar abweisende Zeitgenossen. Gestresste, schüchterne, forsche, wütende, verliebte, glückliche, traurige, lustige, schlaue und weniger schlaue, eben gerade so viele, wie das Leben bereit hält.

Für mich als Autorin ist das ein wahrer Schatz. Begegnungen fachen meine Fantasie an und lassen mich manchmal sogar die Welt aus ganz neuen Perspektiven erleben. Es kann ein kurzes, zufälliges Gespräch mit einem älteren Herren im Bus sein oder ein ausführliches Telefonat mit der besten Freundin. Hauptsache, man ist offen und neugierig. Begegnungen sind die Würze des Alltags. Nicht alle tun einem gut, aber doch hoffentlich die Mehrzahl. Ich wünsche Ihnen viele angenehme und bereichernde Begegnungen.

Ihre Marina Frank


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Esperanza - Leseprobe gefällig?

Hier ein kurzer Auszug aus der Geschichte „Das Ziel“:

Marlene wollte den Hamburg-Marathon mitlaufen. Es waren noch drei Wochen bis zum letzten Sonntag im April, dem Tag, an dem das städtische Großereignis jedes Jahr stattfand. Sie fieberte dem Termin entgegen und konnte es kaum erwarten, die 42,195 km lange Strecke in Angriff zu nehmen. Allein für den Versuch erntete Marlene in ihrem Freundeskreis große Bewunderung. Man blickte zu ihr auf und machte ihr Mut.

»Du packst das!«, sagten die Leute. »Unsere Marlene! Wenn nicht du, wer dann? Wir drücken dir die Daumen. Was soll da schon schiefgehen?«

Irgendwann wurde ihr das Gerede zu viel. Für Marlene sah es beinahe so aus, als schmückte sich manch einer damit, jemanden persönlich zu kennen, der am Marathon teilnahm. Dieser Eindruck befremdete sie und sie beschloss, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Alles, was sie wollte, war eine möglichst gute Vorbereitung, um eine ausgezeichnete Zeit zu laufen. Dass jedes Jahr tausende Zuschauer am Straßenrand standen, die den Sportlern auf der Strecke zujubelten – also dieses Mal auch ihr – war für sie Ansporn genug.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe