Marina Frank - Vielseitig!

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


30.11.2016 - Das gönne ich mir ...

Das gönne ich mir. Na, wie klingt das für Sie? Gut, nicht wahr? Nach Wohltat, Freude, Sorglosigkeit.

Mal ehrlich - wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig was gegönnt?

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit legen viele von uns großen Wert darauf, es sich gutgehen zu lassen. Sie dekorieren die Wohnung mit Lichterketten, Tannengrün, Kerzen und die ganz Aktiven backen Plätzchen. Schon der herrliche Duft nach Zimt, Vanille oder Zitrone macht Lust auf die leckere Köstlichkeit.

Wenn es draußen kalt und grau ist, ruft unsere Seele förmlich danach, sich etwas zu gönnen, sei es ein entspannendes Schaumbad, eine neue warme Decke oder ein Wellness-Wochenende in einem preislich etwas gehobenerem Hotel am Meer.

Wer sich etwas gönnt, wirft seine Bedenken, beispielsweise wegen des Geldes oder der Zeit über Bord. Und genau darauf kommt es an! Genießen ist das Stichwort.

Solange man es nicht übertreibt, geht vieles. Machen Sie sich locker. Wir Deutschen neigen sowieso schon dazu, alles immer ganz genau zu nehmen, abzuwägen und die Konsequenzen zu überdenken, bevor wir loslegen. Sich etwas zu gönnen, macht besonders viel Spaß, wenn es ohne diese eher bremsenden Einflüsse geschieht.

Um sich etwas zu gönnen, muss man sich selber wichtig nehmen. Wie oft sagen Mütter, ihre Kinder gingen vor und sie selber bräuchten nichts. Falsch! Jeder Einzelne von uns ist wichtig und hat es verdient, sich ab und zu etwas zu gönnen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß und Freude dabei.

Ihre Marina Frank


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Ich bin wieder da


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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

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