Marina Frank - Vielseitig!

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


21.02.2017 - Das ist mir doch egal!

Das ist mir doch egal! Dieser Spruch begegnete mir neulich von mehreren Leuten auf einer Geburtstagsfeier. Er stimmte mich nachdenklich, denn es ging nicht etwa darum, für welches Stück Torte sich jemand entscheiden sollte. Käsesahne oder lieber Zitronenkuchen? Die Beantwortung dieser Frage stellt für die meisten von uns kein Problem dar. Im Zweifelsfall und wenn der Appetit groß genug ist, erfreut man sich eben an beidem.

Nein! Hier ging es um Politik. Ich gebe zu, keine unkomplizierte Thematik. Aber gerade deshalb darf sie uns nicht gleichgültig sein!

Das ist mir doch egal! Wer meint, sich mit dieser Einstellung aus allem heraushalten zu können, der irrt. Gerade jetzt brauchen wir klare Aussagen. Zu hoffen, es wird schon alles nicht so schlimm und spätestens in zehn Jahren ist der Spuk sowieso wieder vorbei, reicht nicht. Seinen Kopf in den Sand zu stecken, mag bequem sein, doch diese Strategie nützt nur denjenigen, die aus purem Egoismus handeln.

Diese Homepage ist keine politische. Dennoch rufe ich dazu auf, sich gegen alles, was uns auseinander dividiert zur Wehr zu setzen. Jede/r einzelne von uns kann auf ihre/seine Art etwas dazu beitragen. Manchmal ist es nur eine Frage der eigenen Fantasie oder der Kreativität. Gehen Sie mit einer positiven Haltung voran, statt zu jammern und alles schwarz zu sehen. Das ist nicht immer einfach, ich weiß. Aber ich sage: lieber sollte man es versuchen, als die Hände in den Schoß zu legen.

Auch kleine Schritte zählen. Besonders im zwischenmenschlichen Bereich kann man mit ein wenig Offenheit viel bewirken. Eines darf unter gar keinen Umständen zunehmen, der Spruch: „Das ist mir doch egal.“

Ihre Marina Frank


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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

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