Marina Frank - Vielseitig!

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


21.02.2017 - Das ist mir doch egal!

Das ist mir doch egal! Dieser Spruch begegnete mir neulich von mehreren Leuten auf einer Geburtstagsfeier. Er stimmte mich nachdenklich, denn es ging nicht etwa darum, für welches Stück Torte sich jemand entscheiden sollte. Käsesahne oder lieber Zitronenkuchen? Die Beantwortung dieser Frage stellt für die meisten von uns kein Problem dar. Im Zweifelsfall und wenn der Appetit groß genug ist, erfreut man sich eben an beidem.

Nein! Hier ging es um Politik. Ich gebe zu, keine unkomplizierte Thematik. Aber gerade deshalb darf sie uns nicht gleichgültig sein!

Das ist mir doch egal! Wer meint, sich mit dieser Einstellung aus allem heraushalten zu können, der irrt. Gerade jetzt brauchen wir klare Aussagen. Zu hoffen, es wird schon alles nicht so schlimm und spätestens in zehn Jahren ist der Spuk sowieso wieder vorbei, reicht nicht. Seinen Kopf in den Sand zu stecken, mag bequem sein, doch diese Strategie nützt nur denjenigen, die aus purem Egoismus handeln.

Diese Homepage ist keine politische. Dennoch rufe ich dazu auf, sich gegen alles, was uns auseinander dividiert zur Wehr zu setzen. Jede/r einzelne von uns kann auf ihre/seine Art etwas dazu beitragen. Manchmal ist es nur eine Frage der eigenen Fantasie oder der Kreativität. Gehen Sie mit einer positiven Haltung voran, statt zu jammern und alles schwarz zu sehen. Das ist nicht immer einfach, ich weiß. Aber ich sage: lieber sollte man es versuchen, als die Hände in den Schoß zu legen.

Auch kleine Schritte zählen. Besonders im zwischenmenschlichen Bereich kann man mit ein wenig Offenheit viel bewirken. Eines darf unter gar keinen Umständen zunehmen, der Spruch: „Das ist mir doch egal.“

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe