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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


10.09.2015 - Fernsehtipp: Über den Tag hinaus

Fernsehtipp: Über den Tag hinaus – 09.09.2015 | 88:55 Min. | UT | Verfügbar bis 16.09.2015 | Quelle: Das Erste

Absolut empfehlenswert! Aber schauen Sie selbst:

Walter Singer ist 83 Jahre alt und krank. Als Arzt weiß er, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Ein letztes Mal will er Menschen und Orte besuchen, die in seinem Leben eine große Bedeutung hatten. Said soll ihn fahren, doch das Taxiunternehmen schickt ihm stattdessen Greta. Walter Singer ist davon nicht begeistert, aber auch Greta hat weder Lust noch Zeit, den alten Herrn den ganzen Tag zu fahren. Abgehetzt und müde von der Nachtschicht, beginnt sie widerwillig die Fahrt. Der von Walter Singer so präzis geplante Tag nimmt einen völlig anderen Verlauf. Sie erzählen sich viel von ihrem Leben, sie streiten hart. Am Ende müssen sie sich verabschieden, aber es bleibt ihnen die Gewissheit, dies war eine tiefe und wunderbare Erfahrung über diesen Tag hinaus.

Mit dieser Beschreibung konnte ich zunächst nicht besonders viel anfangen. Gerade das hat mich neugierig auf den MittwochsFilm im Ersten gemacht. Und es hat sich gelohnt. Die außergewöhnliche Story von Walter und Greta geht zu Herzen und stimmt nachdenklich.

Wer mit seinem Leben hadert weil er/sie die Geister der Vergangenheit nicht loslassen kann oder will, hängt darin fest. Aber keine Angst! Neben nachdenklichen und lautstarken Auseinandersetzungen steckt dieser Film voller Humor. Mir hat er einfach gut gefallen und Ihnen? Ich wünsche viel Vergnügen beim Anschauen.

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe