Marina Frank - Vielseitig!

Ein katalanischer Sommer
Kommen Sie mit auf eine Reise in die katalanische Metropole Barcelona
Ein Buch über Liebe, Schuld und Abenteuerlust

Mehr Infos Bestellen

Tödliches Geschenk
Eine Familien-Idylle wird zerstört. Eine neue Niere muss gefunden werden. Und plötzlich wird auch noch ein Kind entführt...
Der ungewöhnliche Krimi zum Thema Organspende

Mehr Infos Bestellen

Esperanza

Zehn Kurzgeschichten von
Hoffnung und Liebe, Mut und Zuversicht

Geschichten, die berühren und zu Herzen gehen!

Mehr Infos Bestellen
Bootstrap Slider
Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


31.05.2016 - Freiräume

Ein jeder von uns braucht seinen Freiraum und das ist auch gut so. Dies wird besonders deutlich, sobald man zu den Stoßzeiten mit dem Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, denn es bleibt nicht aus, dass viele Leute wenig Platz miteinander teilen müssen. Wer es eilig hat, drängelt und schiebt, verletzt die Regeln, überschreitet Grenzen und wird so automatisch zum Streithammel. Je häufiger der eigene Freiraum beschnitten wird, desto eher liegen die Nerven blank. Die Folge sind heftige Auseinandersetzungen, ob verbal oder durch Gesten, wie den Stinkefinger. Nicht selten kommt es sogar zu Handgreiflichkeiten. Auf jeden Fall sind immer unterschiedliche Bedürfnisse einzelner oder von Gruppen im Spiel.

Eine ganz spezielle Herausforderung stellen in meinen Augen die vielen Touristen, die jährlich an die Strände streben, dar. Sie liegen dort zu tausenden auf engstem Raum zusammen, Handtuch an Handtuch, wie die Ölsardinen in der Dose. Wer Platz braucht, sollte diese Orte meiden.

Es kommt immer häufiger zu Nachbarschaftsstreit. Das liegt unter anderem auch daran, dass eine gewisse Rücksichtnahme fehlt und sich die Leute in ihren Freiräumen eingeschränkt fühlen, weil der/die Andere seine/ihre ganz persönlichen Bedürfnisse auslebt, etwa, durch lautes Musikhören oder Rasenmähen. Wir wohnen nun mal recht eng beieinander. Spannungen bleiben da leider manchmal nicht aus.

Die meisten von uns stehen unter einem enormen Zeitdruck. Auch das engt uns ein und lässt unseren Tagesablauf immer straffer werden. Wenn Freiräume für Pausen oder Tagträume wegfallen, kommen wir irgendwann an unsere Grenzen. Dann geschieht es manchmal, dass einige von uns übers Ziel hinausschießen und nun erst recht besonders viel Freiraum für sich fordern. Sie drängen ohne Rücksicht auf andere in den Vordergrund, ein absolutes No-Go.

Jeder Mensch ist ein Individuum, will sich entfalten, ausleben, er/sie selber sein. In der Anonymität der Masse und durch den Leistungsdruck in der Schule, dem Studium, der Ausbildung und am Arbeitsplatz wird das nur leider immer schwieriger. Umso wichtiger ist es, sich selber eigene Freiräume zu verschaffen. Kreativität, Fantasie oder ein Hobby, das es einem ermöglicht, sich zu verwirklichen, sind hier eine hervorragende Grundlage.

Ich persönlich habe mich fürs Schreiben entschieden und es noch nie bereut. In meinen Geschichten, Büchern und selbst hier im Blog kann ich meine Gedanken frei zum Ausdruck bringen und diese mit Ihnen teilen. Das finde ich wunderbar.

Vielleicht sind Sie musikalisch, zeichnerisch begabt oder handwerklich eine Wucht? Dann los! Erobern Sie sich Ihren ganz persönlichen Freiraum! :-)

Ihre Marina Frank


Vorheriger Beitrag vom 23.05.2016
Schreibblockade

Nächster Beitrag vom 06.06.2016
Wie meine Blog-Einträge entstehen

RSS-Feed zum Blog von Marina Frank Klicken Sie links auf das RSS-Feed-Symbol, um den Blog von Marina Frank zu abonnieren. So verpassen Sie keinen neuen Eintrag!



Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe