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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


16.03.2015 - Freunde sind wie Sterne

Freunde sind wie Sterne.
Man sieht sie nicht immer.
Aber sie sind da.

Seitdem ich neulich diesen Spruch gehört habe, begleitet er mich. Freunde sind etwas ganz besonders wertvolles. Es ist eine echte Bereicherung, welche zu haben und zu wissen, dass man sich immer und jederzeit hundertprozentig auf sie verlassen kann.

Echte Freundschaften entstehen meistens in frühen Jahren. Da ist das Mädchen mit dem man bereits in der Sandkiste gespielt hat und das auch noch im Erwachsenenalter zu den besten Freunden zählt.

Oder der Junge, welcher neben einem die Schulbank gedrückt - und den man bis jetzt nicht aus den Augen verloren hat, obwohl er woandershin gezogen ist. Sieht man sich wieder, ist es - selbst nach Jahren - als wäre es gestern gewesen. Der Gesprächsfaden wird mühelos aufgenommen. Diese Verbindungen sind ein Geschenk.

Neue Freunde zu finden, scheint mir eine enorme Herausforderung zu sein. Wir alle sind mobil, ziehen dorthin, wo es Arbeit gibt. Wir sind ständig in Bewegung, flexibel und aufgeschlossen. Kontaktfreudigkeit wird von uns erwartet, aber Freundschaft?

Freundschaft muss wachsen. Sie beinhaltet Vertrauen, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Offenheit, Kritik, die sowohl erteilt als auch ausgehalten wird. Freundschaft kann ein Leben lang halten. Zerbricht sie, ist es, als hätten wir ein Familienmitglied verloren.

Freundschaft kann so viel Spaß machen. Sie gibt uns das Gefühl, geschätzt und gebraucht zu werden. Unser Rat ist gefragt. Wir müssen uns nicht verstellen, können sein wie wir sind. Wir müssen uns nicht herausputzen, um Freunden zu gefallen. Mit echten Freunden können wir Pferde Stehlen. Sie werden zu uns halten und alles tun, damit uns kein Unrecht widerfährt. Freunde werden uns aber auch darauf hinweisen, wenn wir falsch liegen und direkt auf eine Katastrophe zusteuern.

Sie sind treue Seelen, aber nicht dumm. Freunde brauchen Pflege und Zuwendung. Es ist ein ständiges Geben und Nehmen. Niemand wird gegenrechnen, wer, wann wie viel für den Anderen getan hat oder noch tun muss. Echte Freunde gehen durch dick und dünn.

Ich wünsche Ihnen echt gute, wunderbare Freunde. Und denken Sie daran: Freunde sind wie Sterne.

Ihre Marina Frank


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Ein Katalanischer Sommer - Leseprobe gefällig?

Barcelona ist strahlend hell. Am tiefblauen Himmel scheint die Sonne und die Luft flimmert vor Hitze über der Plaça Catalunya im Herzen der Stadt. Touristen sitzen auf schattigen Bänken, um ein Weilchen zu rasten. Kinder füttern Tauben und jagen ihnen nach. Junge Leute haben es sich unter Bäumen auf einer kleinen Rasenfläche bequem gemacht.

Heute ist Mittwoch. Manuela steht oberhalb der Plaça neben einer Wasser-Fontäne, die ihre erfrischenden feinen Tröpfchen vom leichten Wind in alle Himmelsrichtungen davontragen lässt. Hamburg scheint ihr unendlich weit weg zu sein. Wenn sie jetzt daran denkt, kommt es ihr grau und kalt vor. Und dann ist da noch Thorsten. Auf seine Gesellschaft legt sie zurzeit keinen gesteigerten Wert. Manuela will gar nicht wissen, mit wem er sie dieses Mal betrogen hat. Sie nimmt an, dass es sich entweder um eine Sekretärin oder eine seiner Studentinnen handelt. Die jungen Mädchen himmeln ihren Herrn Professor Thorsten Schenk ja geradezu an. Manuela fragt sich, was sie dazu bewegt, ausgerechnet Kunstgeschichte zu studieren. Sie selber findet die Analyse der Werke »alter Meister« ermüdend.

Manuela schüttelt den Kopf und blickt in Richtung der Straße, um auf andere Gedanken zu kommen. Hier ist was los. Linienbusse, Lastwagen, PKWs, die Stadtrundfahrtbusse und nicht zu vergessen die für Barcelona so typischen schwarz-gelben Taxis stauen sich und kommen nur langsam vom Fleck. Motorradfahrer sausen zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern hindurch. An der Haltestelle für die Aero-Busse, mit denen die Touristen vom bzw. zum Flughafen gebracht werden – sie befindet sich direkt vor dem Gebäude des Corte Inglés, Spaniens größter Kaufhauskette – steigen Neuankömmlinge aus und strömen auf die Straße. Andere Leute drängen in den Bus, um ihre Abreise anzutreten. Auch die Gehwege sind gut besucht. Menschen aus aller Herren Länder bestaunen Geschäfte und Hotels. Manuela stört das nicht. Trotz der rund zweitausend Kilometer, die sie im Zug durch halb Europa zurückgelegt hat, fühlt sie sich frisch und ausgeruht, ja irgendwie beschwingt.

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