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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


24.10.2014 - Glücksbringer kann man selber kreieren

Sind Sie abergläubisch? Also, ich nicht!
Es macht mir überhaupt nichts aus, unter einer Leiter hindurchzugehen, aber ich vermeide es …
Ich bin froh, dass meine Katze schwarzweiß ist. Man stelle sich nur einmal vor, wie oft mir das Tier zu Hause über den Weg läuft! Bei einer schwarzen Katze wäre ich da ja quasi ständig vom Pech verfolgt …
Und am Freitag, den dreizehnten bleibe ich lieber gleich im Bett. Wer weiß, was da sonst so alles passieren könnte … ?

Jeder von uns möchte das Glück auf seiner Seite haben. Einen sicheren Weg zum Glück gibt es nicht. Ich bitte Sie trotzdem: Geben Sie die Hoffnung nicht auf. Eine Variante, sein eigenes Gluck zu finden, liegt darin, anderen etwas Gutes zu tun. Es muss nicht viel Zeit oder Geld kosten und kann doch eine ganze Menge bewirken, auch bei Ihnen.

Kreieren Sie einen Glücksbringer für einen lieben Menschen in Ihrer Umgebung und schenken Sie ihm diesen Gegenstand. Es kann etwas Gekauftes oder Gefundenes oder etwas von Ihnen Hergestelltes / Gebasteltes sein. Jetzt im Herbst finden Sie im Wald eine ganze Menge Kastanien. Ist eine ganz besonders glatte darunter? Dann geben Sie diese doch einfach weiter und sagen Sie, es sei ein Glücksbringer. Gehen Sie in ein Trödellädchen und stöbern Sie dort ein wenig herum. Sie werden garantiert etwas Kleines für einen lieben Menschen entdecken, das ihm als Glücksbringer dienen wird, ein bunter Stein, eine Brosche, ein Döschen mit einem schönen Muster darauf.

Es kommt nur darauf an, den Dingen einen Sinn zu verleihen, sie zum Glücksbringer zu erklären.
Probieren Sie es einfach mal aus. Zum Glück sind wir ja alle nicht abergläubisch!

Ihre Marina Frank


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Traurig sein ist auch mal okay

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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe