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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


10.12.2014 - Hoffnung

Wer hoffen kann, fängt ganz neu an.
Wer hoffen kann, braucht nicht viel.
Wer hoffen kann, tut gut daran.
Wer hoffen kann, hat ein Ziel.

Wer hoffen kann, ist guter Dinge.
Wer hoffen kann, findet sein Glück.
Wer hoffen kann, sei froh und singe.
Wer hoffen kann, blickt nie zurück.

Wer hoffen kann, glaubt an die Sache.
Wer hoffen kann, schenkt ihr Vertrauen.
Wer hoffen kann, ist nicht der Schwache.
Wer hoffen kann, wird in die Zukunft schauen.

Wer hoffen kann, wird dafür brennen.
Wer hoffen kann, ist mit dabei.
Wer hoffen kann, lernt die Zuversicht kennen.
Wer hoffen kann, macht sich von Zweifeln frei.

Wer hoffen kann, ist der Sieger.
Wer hoffen kann, gewinnt das Spiel.
Wer hoffen kann, wird zum Überflieger.
Wer hoffen kann, gelangt ans Ziel.

Auch wenn es manchmal schwerfällt: Geben Sie die Hoffnung nicht auf.

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe