Marina Frank - Vielseitig!

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Ein Buch über Liebe, Schuld und Abenteuerlust

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Tödliches Geschenk
Eine Familien-Idylle wird zerstört. Eine neue Niere muss gefunden werden. Und plötzlich wird auch noch ein Kind entführt...
Der ungewöhnliche Krimi zum Thema Organspende

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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


22.08.2014 - Ich schreibe ein Buch

Irgendwann war es soweit: Ich erzählte einigen Freundinnen, dass ich dabei war, ein Buch zu schreiben. Der darauf folgende Dialog verlief fast immer nach demselben Muster: Meine Gesprächspartnerin, z.B. Steffi sagte: „Ein Buch? Echt? Das ist ja toll! Hat es schon einen Titel?“
„Ja, 'Tödliches Geschenk' ist der Buchtitel.“
Steffi strich sich nachdenklich mit einer Hand über die Stirn und ich konnte förmlich sehen, wie es dahinter arbeitete.
„Ah, ist ja interessant. Ein Krimi, richtig? Und worum geht es in dem Buch?“ „Um das Thema Organspende“, sagte ich und merkte sofort, dass dieses eine Wort bei weitem nicht als Antwort ausreichte. Es erzeugte eher eine Art Irritation.
„Wie kommst du denn darauf? Darüber gibt es doch schon so viele Bücher“, stellte Steffi fest. Ich hatte die Sache wohl falsch angefangen und druckste herum:„Da war damals diese Sache mit dem Skandal... Ach, ich möchte lieber nicht zu viel verraten. Es ist jedenfalls ein Thema, dass mich schon sehr lange beschäftigt. Nun hab ich einen Weg gefunden, es in einem Krimi zu verarbeiten.
Weißt Du, wenn man ein ganzes Buch schreibt, beschäftigt man sich logischerweise sehr intensiv mit einem bestimmten Sachverhalt. Und das über einen langen Zeitraum. Es gibt so vieles zu beachten: Die Story muss spannend, ja fesselnd sein, Du brauchst glaubwürdige Protagonisten und je mehr du dich mit ihnen befasst, umso besser lernst du sie kennen. Du machst dich mit ihren Stärken und Schwächen vertraut, empfindest Freude, Trauer, Wut und alle anderen Emotionen, die sie innerhalb der Geschichte durchleben. Im Laufe der Zeit wachsen sie dir irgendwie ans Herz. Mir ist es jedenfalls so ergangen.“
„Aber das Thema“, warf Steffi nun ein. „Ich stelle es mir sehr bedrückend vor, mich ständig mit solch einem deprimierenden Zeug zu befassen...“
„Es ist nicht immer leicht. Aber denk mal darüber nach, wie es denjenigen geht, die auf ein neues Organ warten, in der Realität meine ich. Diese Leute haben keine Wahl. Sie müssen sich dem stellen. Mein Buch enthält auch humorvolle Abschnitte. So schwer das Thema Organspende auch sein mag, so bedeutsamer wird ein auflockerndes Lachen. Sonst wäre es ja kaum auszuhalten.“
„Hast du gar keine Skrupel, dich mit so etwas zu befassen, um deine Leser zu unterhalten?“
„Nein, ich möchte es ins Gespräch bringen, die Leute zum Nachdenken anregen.“

Sollte mir das auch bei Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser dieses Blogs gelingen, würde es mich sehr freuen!

Ihre Marina Frank


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Wer hilft, hat gut Lachen :-)

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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe