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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


08.04.2017 - Kein Zweifel

Kein Zweifel – das wäre fatal. Auch wenn wir diesen eher unangenehmen Zustand ausmerzen und am liebsten zum Mond schießen wollen, so ist er doch für viele von uns ein ständiger Begleiter.

Besonders die Kreativen haben es mit Zweifeln, mit Selbstzweifeln nämlich, zu tun. Und sie fragen sich: Bin ich auch wirklich gut genug? Kommt meine Arbeit an? Fehlt etwas? Vielleicht muss ich noch ein Detail hinzufügen? Ist mein Werk zu lang oder zu kurz, zu dick oder zu dünn, zu groß oder zu klein, zu bunt oder zu farblos?

Zweifellos kennen Sie solche Gedanken. Die Schauspielerin Iris Berben hat einmal gesagt, sie mag, ja sie brauche den Zweifel, denn er sorge dafür, dass sie – auch nach vielen Berufsjahren auf der Bühne und vor der Kamera – noch immer mit sich ins Gericht geht, ihre Leistungen überprüft und hinterfragt, um sie zu verbessern.

Wenn wir es dieser großartigen Schauspielerin gleichtun und dabei ein gesundes Maß Selbstkritik zugrunde legen, können die Selbstzweifel also eine Bereicherung sein.

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe