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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


04.07.2016 - Raum für etwas Neues schaffen

Raum für etwas Neues schaffen, was heißt das eigentlich? Ich denke, da gibt es viele Möglichkeiten. Eine ist, sich von alten Klamotten zu trennen. Man könnte seinen Kleiderschrank durchgehen und alles aussortieren, was einem nicht mehr gefällt oder was seit über einem Jahr ungetragen auf dem Bügel hängt. Probieren Sie es einmal aus. Sie glauben gar nicht, wie viel da zusammenkommt. Und dann das gute Gefühl, wieder Platz für Neues zu haben.

Aber gehen Sie es wohlüberlegt an. Mit jedem Kleidungsstück ist ein Teil Ihrer Lebenszeit verbunden. Es steckt voller Erinnerungen, vielleicht an eine bedeutende Familienfeier, wie die Hochzeit der Schwester? Den ersten Arbeitstag in der Firma? Es hat sie begleitet, geschmückt, Ihnen Schutz vor Kälte und Nässe oder der Sonne geboten. Doch irgendwann ist es damit vorbei und man wünscht sich Raum für etwas Neues.

Manch einem fällt es leichter sich von alten Hosen und Blusen zu trennen, als dem Anderem. Das ist immer eine Frage der persönlichen Neigung. Lange getragenes Schuhwerk wegzugeben, ist für viele besonders schwierig. Mir geht es da nicht anders.

Räume für etwas Neues zu schaffen, ist aber nicht nur mit Verlust verbunden. Es kann befreiend und reinigend wirken. Weg mit dem überflüssigen Kram! Und wenn der Kleiderschrank nicht mehr aus allen Nähten platzt, weiß man das, was noch da ist, hinterher auch wieder viel eher zu schätzen.

Ihre Marina Frank


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Esperanza - Leseprobe gefällig?

Hier ein kurzer Auszug aus der Geschichte „Das Ziel“:

Marlene wollte den Hamburg-Marathon mitlaufen. Es waren noch drei Wochen bis zum letzten Sonntag im April, dem Tag, an dem das städtische Großereignis jedes Jahr stattfand. Sie fieberte dem Termin entgegen und konnte es kaum erwarten, die 42,195 km lange Strecke in Angriff zu nehmen. Allein für den Versuch erntete Marlene in ihrem Freundeskreis große Bewunderung. Man blickte zu ihr auf und machte ihr Mut.

»Du packst das!«, sagten die Leute. »Unsere Marlene! Wenn nicht du, wer dann? Wir drücken dir die Daumen. Was soll da schon schiefgehen?«

Irgendwann wurde ihr das Gerede zu viel. Für Marlene sah es beinahe so aus, als schmückte sich manch einer damit, jemanden persönlich zu kennen, der am Marathon teilnahm. Dieser Eindruck befremdete sie und sie beschloss, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Alles, was sie wollte, war eine möglichst gute Vorbereitung, um eine ausgezeichnete Zeit zu laufen. Dass jedes Jahr tausende Zuschauer am Straßenrand standen, die den Sportlern auf der Strecke zujubelten – also dieses Mal auch ihr – war für sie Ansporn genug.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe