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01.02.2017 - Sich selber treu bleiben

Sich selber treu zu bleiben, ist gar nicht so einfach – besonders, wenn es wie heutzutage so viele Einflüsse gibt, die gezielt auf uns einwirken. Das Internet, die Werbung, etc. stellen hier eine echte Herausforderung dar.

Sich selber treu zu bleiben heißt, seinen eigenen Weg zu gehen, die eigene Meinung zu vertreten und sei sie für andere auch noch so unbequem. Sich selber treu zu bleiben bedeutet auch mal Nein zu sagen, gegen den Strom zu schwimmen, ausgetretene Pfade zu verlassen und Neues zu wagen. Das ist riskant, aber es kann sich lohnen, denn auf diese Weise entdeckt man Seiten an sich, die einem selber bislang vielleicht noch verborgen geblieben waren.

Sich selber treu zu bleiben, heißt Grenzen zu setzen, nicht alles mit sich machen zu lassen, Ziele anzugehen, scheinen diese für andere Leute auch noch so abwegig. Das kann Kraft kosten, weil man evtl. auf Widerstände stößt. Sein Fähnchen immer nach dem Wind zu richten, dagegen nicht. Wer das eigene Glück an den Wünschen und Erwartungen seiner Mitmenschen festmacht, verliert sich selber aus den Augen und untergräbt eigene Bedürfnisse. Das macht unzufrieden, wenn nicht sogar krank.

Den Kreativen unter uns sei dringend ans Herz gelegt, sich selber treu zu bleiben. Nur so holt man das Beste aus sich heraus, gibt der Fantasie den nötigen Freiraum, den sie braucht, um sich zu entfalten. Das eigene Handeln bekommt eine ganz persönliche Note. Die Gefahr, bereits bekannte Künstler zu imitieren, minimiert sich.

Wer sich selber treu bleibt, ist ehrlich, darf auch mal zweifeln. Nichts wird geschönt, verharmlost oder verniedlicht. Sich selber treu zu bleiben, heißt auch, für Kritik offen zu sein und diese sowohl im Negativen, als auch im Positiven anzunehmen. Gegen gute Tipps ist schließlich nichts einzuwenden.

Ich bin auch immer dankbar dafür und versuche, mir treu zu bleiben.

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe