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Marina Frank - Ganz schön vielseitig!


18.01.2016 - Tagträume

Tagträume kennt ein jeder von uns. Ob beim Frühstück oder in der Bahn, beim Arzt im Wartezimmer oder im Büro am Schreibtisch. Es passiert einfach. Man sitzt nur so da, starrt vor sich hin und vergisst alles um sich herum. Auch die Zeit spielt keine Rolle mehr.

Tagträume tun uns gut. Sie sind nie mit schlechten, bedrückenden oder Angst machenden Inhalten verbunden. Wir empfinden diesen Schwebezustand als angenehm. Tagträume bieten uns eine fantastische Möglichkeit, mal abzuschalten.

Peinlich, aber meistens nicht wirklich schlimm, könnte es werden, wenn jemand, zum Beispiel der Chef, etwas von uns Tagträumern wissen möchte und mehrere Versuche braucht, bevor er die gewünschte Auskunft bekommt.

Für die Kreativen unter uns sind Tagträume ein hervorragendes Mittel, um auf neue Ideen zu kommen. Wer die Gedanken schweifen lässt, gibt seiner Fantasie Freiräume und gelangt so manchmal eher zur Lösung eines Problems, als wenn er verbissen danach suchen würde. Als Patentrezept eignen sich Tagträume aber leider nicht. :-)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele schöne Tagträume.

Ihre Marina Frank


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Tödliches Geschenk - Leseprobe gefällig?

»Dieses verdammte Telefon!«, rief er plötzlich und hieb mit der Faust auf den Couchtisch, sodass die Tassen auf den Untertassen tanzten. Axel war wütend. Reichte es nicht, dass er in den letzten acht Wochen wegen Bea ständig mit schlechten Nachrichten aus dem Krankenhaus rechnen musste und froh war, wenn das Telefon nicht klingelte? Nun saß er hier wie auf Kohlen und hoffte inständig auf Anna-Lenas Anruf.

Wieso kam die Familie nicht zur Ruhe? Es sah doch alles so gut aus. Beas Transplantation stand kurz bevor. Mit Sabines Niere würde sie wieder ganz gesund werden, hatten die Ärzte gesagt, und nun das! Wo war Anna-Lena?

Um viertel nach elf klingelte es an der Haustür. Axel ging, um zu öffnen. Es war Conny. Anstatt ihn wie sonst überschwänglich zu begrüßen und mit einem Redeschwall zu überfallen, stand sie nur so da. Sie sah ihn entsetzt an – einen Zettel in der Hand.

Axel verstand nicht, was das sollte. Er brauchte einen Moment, bevor er fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Er trat einen Schritt zur Seite, um Conny hereinzulassen. Sie rührte sich nicht. Es sah so aus, als sei sie an der Türschwelle festgeklebt.

»Komm ins Haus. Du wirst noch ganz nass«, sagte Axel, schob Conny mit einer Hand, die er ihr auf den Arm legte, an sich vorbei und schloss die Tür. Axel sah Conny an. Wortlos hielt sie ihm den Zettel entgegen.

»Was soll ich damit?«, fragte Axel. Conny schwieg noch immer. »Was ist denn bloß mit dir los? Hast du etwa deine Sprache verloren?«

»Lies!«, sagte Conny mit tonloser Stimme. Axel griff nach dem Zettel, der vom Regen feucht geworden war. Er las die Worte, die darauf standen, ohne deren Bedeutung zu erfassen. Sie lauteten:

Diese Transplantation darf nicht stattfinden!
Wenn Sie Ihre Tochter lebend wiedersehen wollen,
lassen Sie die Finger davon!!!

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe