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27.04.2015 - Verzeihen kann ein Schlüssel sein

Verzeihen kann ein Schlüssel sein.

Wer verzeiht, macht sich frei von Hass und Verbitterung.
Wer verzeiht, braucht keine Rachegedanken zu hegen.
Wer verzeiht, zeigt Verständnis für sein Gegenüber.
Wer verzeiht, ist gnädig.
Wer verzeiht, lässt die Vergangenheit hinter sich.
Wer verzeiht, kann vergessen.
Wer verzeiht, ist wieder ganz bei sich selber.
Wer verzeiht, kann eines Tages loslassen.
Wer verzeiht, kann nach vorne schauen.

Wer verzeiht, findet seinen eigenen inneren Frieden.
Wer seinen eigenen inneren Frieden gefunden hat, hat eine gute Chance auf ein friedvolles Zusammenleben mit seinen Mitmenschen.
Aber es ist schwierig. Immerhin braucht man dafür Größe, Nachsicht und Reife. Wer mit sich im Reinen ist, dem wird es leichter fallen, anderen zu vergeben. Auch ich arbeite Tag für Tag daran.

Ihre Marina Frank


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Esperanza - Leseprobe gefällig?

Hier ein kurzer Auszug aus der Geschichte „Das Ziel“:

Marlene wollte den Hamburg-Marathon mitlaufen. Es waren noch drei Wochen bis zum letzten Sonntag im April, dem Tag, an dem das städtische Großereignis jedes Jahr stattfand. Sie fieberte dem Termin entgegen und konnte es kaum erwarten, die 42,195 km lange Strecke in Angriff zu nehmen. Allein für den Versuch erntete Marlene in ihrem Freundeskreis große Bewunderung. Man blickte zu ihr auf und machte ihr Mut.

»Du packst das!«, sagten die Leute. »Unsere Marlene! Wenn nicht du, wer dann? Wir drücken dir die Daumen. Was soll da schon schiefgehen?«

Irgendwann wurde ihr das Gerede zu viel. Für Marlene sah es beinahe so aus, als schmückte sich manch einer damit, jemanden persönlich zu kennen, der am Marathon teilnahm. Dieser Eindruck befremdete sie und sie beschloss, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Alles, was sie wollte, war eine möglichst gute Vorbereitung, um eine ausgezeichnete Zeit zu laufen. Dass jedes Jahr tausende Zuschauer am Straßenrand standen, die den Sportlern auf der Strecke zujubelten – also dieses Mal auch ihr – war für sie Ansporn genug.

Hier finden Sie eine weitere Leseprobe